18. Arrondissement


Bild: Paris Tourist Office - Photographe: Jacques Lebar
Das 18. Pariser Arrondissement, auch Arrondissement de la Butte-Montmartre genannt ist einer der beliebtesten Anlaufpunkte für Touristen in Paris. Bestehend aus den Vierteln Quartier des Grandes-Carrières, Quartier de Clignancourt, Quartier de la Goutte-d'Or und dem Quartier de La Chapelle gehört besonders die Basilika Sacré-Cœur zu den beliebtesten Anlaufpunkten und thront stolz über dem Achtzehnten.

Quartier des Grandes-Carrières
Der 69. Verwaltungsbezirk von Paris bildet den westlichen Teil des 18. Arrondissements und zieht sich von den Boulevards im Süden länglich bis zur Périphérique im Norden. Im Mittelalter baute man am Hang von Montmartre noch gipshaltiges Gestein ab, welches in Brechmühlen pulverisiert wurde und zur Herstellung von Gips Verwendung fand. Auf dem Gebiet des größten Steinbruches entstand der Friedhof von Monmartre.

Quartier de Clignancourt
Clignancourt ist der 70. Stadtteil der Pariser Quartiers. Ebenfalls längs von Nord nach Süd verlaufend geht der Name des Quartiers auf ein Gebiet um St-Ouen am nördlichen Hang des Montmartre Berges zurück. Die einstigen Besitzer des Landes, die Familie Clignancourt kaufte das Areal von der Abtei St. Denis. In dem ehemaligen Dorf und an den Hängen wurde sogar bis vor 100 Jahren noch Wein angebaut. Einige Flaschen des seltenen Montmartre Weines werden heute noch abgefüllt.

Quartier de la Goutte-d'Or
Mitten durch das 71. Quartier verlaufen die Gleise der Gare du Nord. Nach Westen ziehen sich viele steile Straßen zum Montmartre Hügel ins Zentrum des 18. Arrondissements. Nachdem man auch hier Gips abbaute zierten viele Weinstöcke die Hänge von la Goutte d´Or. Auch der Name des Quartiers ist abgeleitet vom Weißwein den man hier anbaute. Zumeist nordafrikanische Bewohner prägen das multikulturelle Bild des Stadtteiles, welches sich besonders auf dem Markt von Barbes wiederspiegelt.

Quartier de La Chapelle
Das 72. Quartier von Paris bildet die östliche Grenze des 18. Arrondissements. Der Stadtteil wird selten von Touristen angesteuert. Rund um die Einkaufsstraße rue L'Olive sind die Einheimischen weitestgehend unter sich. Die Gleise, welche zum Gare de Nord und zum Gare de ´Est führen, dienen als Grenzen des Quartiers. Vieles vom Charakter des einstigen Dorfes La Chapelle ist erhalten geblieben. Joan d´Arc soll vor ihrem vergeblichen Befreiungsversuch von Paris 1429 in La Chapelle gebetet haben.


Sehenswürdigkeiten im 18. Arrondissement

Sacré-Cœur de Montmartre

Die römisch-katholische Basilika thront hoch oben, über dem 18. Arrondissement. Der strahlend weiße Kuppelbau ist von überall gut zu erkennen und gibt denjenigen Urlaubern einen mindestens ebenso schönen wie weiten Blick über Paris, welche sich mühselig über die Treppen oder bequem mit der Standseilbahn zur Sacré-Cœur begeben. Diese Kirche sollte jeder Paris Fan mindestens einmal besucht haben. mehr...
Info: Métro Linie 2: Anvers Öffnungszeiten: täglich 6h - 23h

Moulin Rouge
Im Süden des 18. Arrondissements, am Fuße von Montmartre ist die Rote Mühle kaum zu übersehen. Durch den Cancan wurde die Moulin Rouge weltberühmt. Seit 1889 ist das Varieté ein echter Besuchermagnet. Noch heute sind die Shows am Boulevard de Clichy schnell ausverkauft. Schon um die Mittagszeit bilden sich lange Schlangen vor der Ticketausgabe. Wer zuvor einen der 850 Plätze reservieren konnte ist hier im Vorteil. mehr...
Info: Métro Linie 2: Blanche

Place du Tertre
Im Herzen des 18. Arrondissements, im Künstlerviertel von Montmartre bildet die Place du Tertre einen beliebten Treffpunkt. Doch sind es zumeist Touristen, die sich hier portraitieren lassen. Jeder der hier tätigen Maler besitzt eine Genehmigung der Stadt. Die Zulassungen für die Place sind so begehrt wie rar. Demnach müssen die anwesenden Künstler ihr Handwerk beherrschen um an der berühmten Stelle arbeiten zu dürfen. mehr...
Info: Métro Linie 2: Anvers

Le Lapin Agile
Eines der bekanntesten Pariser Kabarett befindet sich ebenfalls im 18. Arrondissement. Die traditionsreiche Bühne präsentiert schon seit dem 19. Jahrhundert Kleinkunst im Künstlerviertel. So ist es nicht verwunderlich, dass einige berühmte Maler und Schriftsteller im flinken Kaninchen ein- und ausgingen. In seinem Werk „La Femme à la Corneille" setzte Pablo Picasso sogar der Schwiegertochter des Inhabers ein Denkmal.
Info: Métro Linie 12: Lamrack-Caulaincourt

Place Pigalle
Wer in Paris nach Einbruch der Dunkelheit Vergnügen sucht findest dies bekanntlich im 18. Arrondissement. Rund um die Place Pigalle sammeln sich Etablissements der besonderen Art. Als Sammelstelle der Subkulturen und der erotischen Vergnügungen die Place zwar noch in strahlenden Lettern, doch ist die größte Mausefalle mitten in Paris mittlerweile gänzlich zur Fassade für Touristen verkommen.
Info: Linien 2, 12: Pigalle

Cimetière de Montmartre
Weniger lebendig als auf den Vergnügungsmeilen des 18. Arrondissements geht es auf dem Friedhof von Montmartre zu. Dennoch hat ein Besuch der letzten Ruhestätte im Häusermeer von Paris einiges zu bieten. Über die verwinkelten und verwucherten Prominentengräber aus dem 19. Jahrhundert schleichen zumeist Katzen. Seltener trifft man Touristen an den Gräbern von Jaques Offenbach oder Heinrich Heine. mehr...
Info: Métro Linien 2, 13: Place de Clichy

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