Tour Montparnasse
Aus dem Häusermeer des altehrwürdigen Paris ragt im 15. Arrondissement der Hochhausturm Tour Montparnasse ganze 56 Stockwerke über der Stadt. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und zudem gern genutzte Aussichtsplattform im Süden der Millionenstadt erfreut sich nicht bei allen Franzosen großer Beliebtheit. Dennoch gehört auch der Turm von Montparnasse zu einer echten Sightseeing Tour durch Paris.
Auch wenn der Tour Montparnasse über allem ragt, wie ein schwarzer Riese, so ist er mit 59 Stockwerken und einer Höhe von 210 Metern nicht das höchste Bauwerk in Paris. Diesen Titel hält weiterhin das unangefochtene Lieblingswahrzeichen aller Urlauber, der Eiffelturm, dessen Stahlgerüst fast 350 Meter über der Stadt thront. Dennoch ist der Tour Montparnasse eine imposante Erscheinung. Von der 56. Etage hat man einen freien Blick über die ganze Stadt. Besonders der Eiffelturm kommt vom Dach des Tour Montparnasse sehr gut zur Geltung. In wenigen Sekunden befördert ein Hochgeschwindigkeitsaufzug die Besucher in die oberen Etagen des Turmes. Die Fahrt dauert nur knappe 38 Sekunden. Dabei hilft ein Kaugummi gegen den rasanten Druckabfall. Das Pfeifen im Ohr wird dann vom Pfeifen des Windes über die Besucherplattform verdrängt. Neben echter Pariser Stadtluft kann man auch Speisen und Getränke in einem Restaurant im Dach des Tour Montparnasse über den Dächern von Paris genießen.
In den 1960er Jahren plante man den Bau des Hochhausturmes. 1968 legte man den Grundstein und stellte das Gebäude schließlich 1972 in seiner heutigen Pracht fertig. Baumaßnahmen der Vergangenheit führten dazu, dass große Teile des Gebäudes heute entkernt werden müssen.
Großer Beliebtheit erfreut sich der Tour Montparnasse auch bei internationalen Touristen nicht. Viele Urlauber bezeichneten das Bürohochhaus als echten Fremdkörper in der Kulturmetropole. Auch architektonisch wäre das Gebäude nicht von großer Bedeutung, wie Fachleute behaupten. Schließlich würde der Tour Montparnassse zu einem der hässlichsten Reiseziele erklärt. Dem Gerede und der Kritik zum Trotz sollte man sich dennoch selbst ein Bild machen. Der Ausblick ist einmalig und auch das Umfeld des Tour Montparnasse hat es nicht verdient, geächtet zu werden. In direkter Nachbarschaft befindet sich mit dem Friedhof von Montparnasse eine der größten Gräberfelder in der Hauptstadt. Viele Prominente, darunter auch der hier ansässige Jean Paul Sartre fanden hier zur letzten Ruhe. Auch gute Cafés und Hotels befinden sich am Fuße des ungeliebten Riesens.



