Sácre Coeur

Bild: Farbrausch / pixelio.de
Sacré Coeur gehört zu den Sehenswürdigkeiten in Paris, die regelrecht aus der Stadt herausragen. Wie ein strahlend weißer Fels erheb sich der markante Kuppelbau aus dem Häusermeer auf dem Hügel von Montmartre. „Sehen und gesehen werden" ist allein schon aufgrund dieser Tatsache das Motto der Touristenattraktion Sacré Coeur.
Das bekannte Postkartenmotiv mit der gigantischen Kuppel ist oftmals das beliebte Ziel eines Montmartre Sparziergangs. Tatsächlich ist Sacré Coeur auch geografisch gesehen der Höhepunkt eines solchen Vorhabens, da die berühmte Kirche auf dem höchsten Punkt des Berges errichten wurde. Seinen Ursprung nahm das Bauvorhaben Sacré Coeur aus weniger schönen Ereignissen. Die Niederlage gegen Preußen und die grausame Eindämmung der Pariser Kommune wirkte stark auf das Empfinden der gebeutelten Stadtbevölkerung an der Seine. Als Symbol, zu dem man auch in schweren Zeiten aufschauen kann, sollte Sacré Coeur auch für das Seelenheil der Pariser Bevölkerung Sorge tragen. Die Nationalversammlung beschloss 1873 den Prachtbau und schnell fanden sich auch Spenden aus allen Teilen des Landes in der französischen Hauptstadt ein. Nicht nur bei allen Katholiken sondern bei der gesamten Bevölkerung sollte Sacré Coeur des Status eines nationalen und religiösen Mahnmals einnehmen. Vom Stil her ist die Kirche auch heute noch recht untypisch im Vergleich zu anderen sakralen Bauwerken in Paris. Paul Abadie war der verantwortliche Architekt und bezog sich in der Planung der Kirche neben romanischen und gotischen Einflüssen auch auf maurische und byzantinische Stile. Vorlagen für Sarcé Coeur lieferten die Kuppelkirchen in Aquintanien, der Heimat des Architekten und die Kirche Sainte Front in Perigueux. Ein wenig wirkt Sacré Couer auch heute wie eine Moschee. Ausschlaggebend könnten die neben der Hauptkuppel auffälligen kleineren Runddächer und Kuppeln sein. Unterhalb der Seitenportale empfangen den Besucher auf halber Höhe mächtige Reiterstatuen von Ludwig dem Heiligen und der Jungfrau von Orléans
Wer den Weg bis auf dem Gipfel von Montmartre und vor die Tore von Sacré Coeur zurückgelegt hat, sollte auch das Innere der Kirche besuchen. Besonders das riesige Mosaik in der Apsis entschädigt für jeden beschwerlich hinter sich gebrachten Meter. In den warmen Sommermonaten eignen sich die Treppen vor der Kirche zum gemütlichen verweilen. Viele Künstler und Musiker untermalen den kulturellen Einfluss von Montmartre. Allerdings sei auch hier vor Straßenräubern und Trickbetrügern gewarnt. Das besondere Panorama von Paris, welches man von Sacré Couer wie von kaum einer anderen Stelle Stadt bewundern kann ist nicht nur für Turteltauben sehr ansehnlich. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann auch mit dem Bus oder der Zahnradbahn zur Kirche hinauffahren. Man wird einen Besuch in der Sacré Coeur nicht bereuen.
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