Place de la Concorde


Bild: Paris Tourist Office - Photographe : Jacques Lebar
Die Place de la Concorde im 8. Pariser Arrondissement gehört wohl zu den bekanntesten Plätzen der Welt. Die Place de la Concorde mit dem Obelisken von Luxor im Zentrum ist Ausgangspunkt der Prunkstraße Avenue Champs Elysées und verbindet den Louvre, den Arc de Triomphe und die Grande Arche im Außenviertel La Défense zur Axe Histoire.

Der Platz der Eintracht (so die Übersetzung) ist der zeitgrößte des Landes und wird für fast alle nationalen Feste genutzt. Dabei ist die Place de la Concorde ein sehr geschichtsträchtiger Ort. In den Vorjahren der Revolution entstand die Place de la Concorde noch als Königsplatz. 1775 stellte man das Areal fertig. Der als Place Louis XV bezeichnete Platz wurde achteckig angelegt und umfasste eine im Zentrum befindliche Reiterstatue des Königs. Der heutige Standort war damals eine Brache der Tuileriengärten und befand sich um 1760 noch außerhalb von Paris. In den Jahren der Revolution war die Bezeichnung als Königsplatz nicht mehr tragbar. Man benannte die Place de la Concorde daher zeitweise in Place de la Revolution um. Neben der Reiterstatue mussten in diesen Jahren auch die Köpfe vieler Revolutionsopfer weichen, die auf der Place de la Concorde mit Hilfe einer Guillotine entfernt wurden. Knapp weit über tausend Köpfe rollten über den Platz, darunter auch der des Königs und seiner frau Marie Antoinette. 1795 erhielt der Platz nach dem Ende der Jakobiner Herrschaft erstmals seinen heutigen Namen. Doch im Zuge der häufigen Machtwechsel in Frankreich änderte sich dieser noch mehrmals ehe man sich nach der Julirevolution 1830 für die Place de la Concorde entschied. 1833 bekam Frankreich von Ägypten den Obelisken von Luxor geschenkt, der von da an das Zentrum des Platzes ausmachte und sich direkt in der Axe Histoire befindet.

Der Obelisk ist weit über 3000 Jahre alt. Er gehört sicherlich zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten von Paris. Zudem ist es der einzige Obelisk aus Ägypten, der den Weg nach Frankreich fand. Damit verschmilzt die Geschichte des der ägyptischen Antike mit der von Paris, nicht zuletzt in der historischen Achse zwischen Louvre und der Grande Arche. Die Place de la Concorde ist ebenfalls durch zwei Brunnen erweitert worden, die acht französische symbolisieren: Lille, Brest, Rouen, Lyon, Marseille, Nantes, Straßburg und Bordeaux. Ebenso erinnern diese an Seefahrermythen.

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