Opéra Garnier


Bild: tokamuwi / pixelio.de

Nicht erst als angeblicher Wohnsitz eines gewissen Phantoms erlangte die Opéra National de Paris-Garnier weltweiten Ruhm. Fast wie ein Tempel vereint der Opernbau im mittleren Norden der Metropole zahlreiche Straßenzüge und gehört nicht zuletzt wegen seiner Architektur zu den prunkvollsten Bauten von Paris. Besonders innerhalb der Opéra Garnier kommen Kulturfreunde voll auf ihre Kosten.

Die Garnier gehört zu den bekanntesten und geschätzen Opernhäusern der Welt. Man nennt sie in einem Atemzug mit der New Yorker Oper, der Semperoper oder der Mailänder Scala. Grandiose Architektur paart sich hier mit Aufführungen der Spitzenklasse. Über Jahrzehnte war die Opéra Garnier der kulturelle und gesellschaftliche Mittelpunkt in der französischen Hauptstadt, aber auch ein Symbol der oberen Klasse. Pünktlich zum 200. Geburtstag der Französischen Revolution wurde jedoch am Platz des Sturmes auf die Bastille eine moderne Volksoper eingeweiht, die Opéra Bastille.

Lange Zeit fehlte es in Paris an einem angemessenen Opernhaus. Erst 1858 endschied die Regierung unter Napoleon III. ein prunkvolles Opernhaus im neuen Geschäftsviertel von Paris zu errichten. Zu dieser Zeit wurde die halbe Hauptstadt vom berühmten Städteplaner Baron Haussmann umstrukturiert. Aus diesem Grund fand man auch eine angemessene Bühne für das zukünftige Opernhaus von Paris. Weit über 150 Entwürfe wurden eingereicht, aus denen der Vorschlag von Charles Garnier letztlich zur Umsetzung gebracht wurde. Der Architekt, der dieser Oper später seinen Namen gab, war zu dieser Zeit noch relativ unbekannt. Dass er sich nach Fertigstellung der Opéra Garnier ein Denkmal gesetzt haben würde, war bei der Grundsteinlegung 1860 noch nicht klar. Vielmehr waren die Anfänge der Bauarbeiten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Grundwasser bedrohte das Fundament der Oper. Unterhalb der Garnier entdeckte man einen unterirdischen See. Es mussten zuerst zahlreiche Gewölbe angelegt werden, ehe man mit dem sichtbaren Teil der Oper von Paris beginnen konnte. Ihrem eigentlichen Zweck wurde die Opéra Garnier 1875 zugeführt. In den folgenden Jahren entstand hier das Zentrum der Pariser Szene.

Besonders interessant am Gebäude der Opéra ist, dass Garnier viele Stile miteinander vermischte. Diese Eigenschaft stieß in der feineren Gesellschaft anfangs auf wenig Fürsprache. Dennoch vereinen sich in der Opéra Garnier die Baustile verschiedenster Pariser Gebäude. So finden sich in der Fassade der Garnier Elemente des Louvre und der Place de la Concorde. Verzierungen und Mythen finden sich fast in jedem Winkel der Oper. Ganze Tage könnte man damit verbringen, Neues am Gebäude zu entdecken. Auch im Inneren gleicht die Opéra Garnier einem Palast. Allein das Foyer mit seinen Treppen und der große Lüster im Innenraum sind weltbekannt. Genügend Spielraum für spannende Geschichten, wie die vom „Phantom der Oper" von Gaston Leroux ist gegeben und findet in der Garnier auch eine absolut würdige Bühne. In Zusammenarbeit mit der Opéra Bastille werden in der Garnier aktuell vorwiegend Ballettaufführungen auf die Bühne gebracht.

Phantom der Oper

Phantom der Oper

Es trägt eine Maske um sein entstelltes Gesicht zu verdecken und lebt in den Gewölben der Pariser Oper Garnier. Das Phantom der Oper ist den Besuchern der Opéra Garnier nicht erst seit dem Musical von Andrew Lloyd Webber ein Begriff. Bereits seit 1911 spukt Le Fantôme de l'Opéra durch die Köpfe der Menschen. mehr »

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Artikel bei Del.icio.us speichernArtikel bei Facebook sendenArtikel bei Folkd speichernArtikel bei Google Bookmarks speichernArtikel bei Icio speichernArtikel bei Linkarena speichernArtikel bei Mister Wong speichernArtikel bei Myspace postenArtikel bei Oneview speichernArtikel bei StudiVZ speichernArtikel bei Webnews speichernArtikel bei Yahoo! speichern