Opera Bastille

Bild: Paris Tourist Office - Photographe: David Lefranc - Architecte: Carlos Ott
Die Opéra Nationale de Paris, besser bekannt als Opéra Bastille steht an einem wahrlich symbolhaften Ort. Pünktlich zum 200. Geburtstages der Revolution, dem Datum des Sturms auf die Bastille errichteten die Franzosen an selber Stelle ihre Staatsoper. So gab es zu den Eröffnungsfeierlichkeiten am 14. Juli 1989 gleich doppelten Grund zur Freude.
Doch erst 1990 konnte die Oper in Betrieb genommen werden und öffnete seine Türen auch für das Volk. Wo einst das Gefängnis Bastille gestanden hat, erinnern heute nur noch Umrisse, die in den Asphalt eingelassen sind. Sicherlich passt das Gebäude nicht in den prachtvollen Stil der Prunkbauten an der Seine und lässt sich auch nicht mit der anderen berühmten Opéra Garnier vergleichen, in der ja bekanntlich das prominente Phantom der Oper sein Unwesen getrieben haben soll. Die Opéra Nationale de Paris ist eher schlicht konzipiert. Der kanadische Architekt Carlos Ott erdachte sich schließlich eine Oper des Volkes und kein Ballhaus der oberen Zehntausend. Unvergänglich passt der Bau aber relativ gut in die Geometrie des Platzes, der zuvor eher kläglich verwais wirkte. Besonders in den Abendstunden, der eigentlichen Wirkungszeit einer Oper erstrahlt das Gebäude dank seiner aufwändigen Glasfassade. Dann wirkt die Opéra Bastille Auch absolut einladend und der Idee der Offenheit gerecht, die Architekt Ott ebenso ins Auge fasste.
An einige Grundelemente einer traditionellen Oper hielt sich der Baumeister dennoch. So erinnert die monumentale Freitreppe ein wenig an historische Opernhäuser in Mailand, Wien oder an die Schwester Opéra in Paris. Granit, Holz und Glas sind die bevorzugten Baustoffe im Innenraum. Den großen Saal des können bei Bedarf bis zu 2700 Opernfreunde besetzen. Die schwebenden Ränge verleihen dabei von jedem Platz eine ausgezeichnete Aussicht. Auch die Akustik ist unschlagbar. Ebenfalls verfügt die Opéra Nationale de Paris über technische Optimierungen, die den Bühnen Auf und Abbau stark vereinfachen und beschleunigen können. Ein weiterer Saal in der Opéra Bastille kann zusätzlich zwischen 600 und 1300 Gäste aufnehmen. Wer aufgrund der modernen Bauweise glaubt, die Oper würde vorwiegend ausgefallene und neue Stücke auf die Bühne bringt, der irrt. Traditionelles ist in Paris gefragt, da sowohl die Bastille als auch die Garnier unter der selben Leitung stehen.
Jetzt problemlos ein günstiges Hotel für den Urlaub in Paris finden. Schnelle Suche unter: Paris Hotels



