Musée d´Orsay

Bild: Paris Tourist Office - Photographe: Christian Boyer Das Musée d´Orasy ist wohl eines der ungewöhnlichsten
Ausstellungshäuser in Paris. Weniger die Ausstellung selbst, mehr das Umfeld
zeigen sich für diesen Aspekt verantwortlich. Schließlich gibt es nicht viele
Museen die in einem alten Bahnhofsgebäude untergebracht sind. Das Musée d´Orasy
ist außerdem noch inhaltlich durch seine einzigartige Impressionistensammlung
ausgestattet.
Als Gebäude dient dem Musée d´Orasy tatsächlich eine alte Bahnhofshalle. Der 1900 für die Weltausstellung errichtete Bahnhof d´Orasy stand bis 1939 in Betrieb. 1977 entschied man sich, das Gebäude zum Museum für französische Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts nutzbar zu machen. 1986 wurde das Museum mit dem ungewöhnlichen Ausstellungsort dann unter großem Interesse eröffnet.
Schon beim Bau des Gare d´Orasy legte der Architekt Laloux großen wert einen Gare Décorative zu erschaffen, dessen mit Stuck geschmückte Haupthalle für den Glanz der Epoche stehen sollte. Eisen und Glas waren dabei die typischen Baustoffe der Zeit. Eingefasst in eine aufwändige Fassade sollte er die Gäste der Weltausstellung empfangen. Nachdem man die Halle ab 1939 nicht mehr für den Schienenverkehr nutze, stand sie bis auf einige Ausnahmen leer. Nur einem glücklichen Zufall verdankt man es, dass der Gare d´Orasy nicht abgerissen wurde, sondern in ein Museum für Kunst des 19. Jahrhunderts umgewandelt wurde. Da im Louvre chronischer Platzmangel herrschte, entschied man sich das 19. Jahrhundert auszulagern. Der Umbau der Bahnhofshallen zum Musée d´Orasy erfolte durch ein Mailänder Architekturbüro. Besonders der Lichteinfall begünstigt die Ausstellungshalle. Kritisiert wird lediglich die Aufteilung der Ausstellung. Doch anhand eines Plans, welcher an der Information ausliegt findet man sich schnell zurecht.
Die Sammlung des d´Orasy umfasst Gemälde und Skulpturen. Aber auch Fotografien und Möbel kann man in der Bahnhofshalle bestaunen. Es handelt sich vorwiegend um Werke aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg. Die Sammlung der französischen Impressionisten ist wohl weltweit unübertroffen. Eines der bekanntesten Werke ist sicherlich das Selbstportrait van Goghs. Aber auch andere Größen der Malerei und Bildhauerei fanden im Musée d´Orasy Einzug. Beim Durchschreiten der Alleen und verschiedenen Ebenen im Gare d´Orasy wird keine Langeweile aufkommen. Nicht nur bei regnerischem Wetter ist die Ausstellung einladend. Als Alternative zum Louvre ist das Museum d´Orasy auch eine gelungene Abwechselung für eingefleischte Museumsgänger, aber auch für Neulinge. Mit vielen Informationen, die gut erklärt werden kann man sicherlich eine Menge Wissen und eine angenehme Erfahrung mitnehmen.
Besonderes Schmankerl für echte Paris Fans bietet das Café im Musée d´Orasy. Im fünften Stock des Hauses erhält man wohl einen der schönsten Blicke auf den Eiffelturm und kann dabei noch eine Tasse Kaffee in guter Atmosphäre genießen. Ein echter Geheimtipp für Genießer.
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