Venus von Milo
Nicht nur die Kronjuwelen der Malerei füllen die Säle und Hallen des Louvre in Paris. Auch Skulpturen sind ein wichtiger Bestandteil der dauerhaften Ausstellung. Zu den wohl bekanntesten Skulpturen zählt die Venus von Milo. Die steinerne Dame aus der griechischen Antike ist wohl das bekannteste Objekt ihrer Epoche.
Trotz ihres hohen Alters (etwa 100 v. Chr.)ist die Venus immer noch eines der beliebtesten Exponate im Louvre. Gefertigt aus weißem Marmor aus der südlichen Ägäis ist die Venus ein Symbol für Schönheit und Jugend. Ihren Beinamen Aphrodite von Melos erhielt die Statue in Anlehnung an die griechische Göttin der Schönheit. Aphrodite ist mit der Gottheit Venus (römisch) identisch. Die Liebesgöttin ist ein häufig verwendetes Motiv in der Kunstgeschichte. Eines der bekanntesten Beispiele ist wohl „Die Geburt der Venus" von Botticelli. In dem Gemälde steigt die Schönheit aus einer Muschel. Der Schöpfer der Venus von Milo wird wohl anonym bleiben. Ein Bauer entdeckte die Statue durch Zufall auf der griechischen Insel Milos. Die Statue befand sich nahe einer antiken Theaterruine. Leider konnten die Arme der Griechin nie gefunden werden.
Auch armlos ist die Venus von Milo eine echte Besonderheit. Geometrisch perfekt lehnt sich die Venus an den Goldenen Schnitt. Der Bauchnabel der antiken Dame bildet den exakten Mittelpunkt der Statue. Der französische Seefahrer und Polarforscher Jules Dumont d'Urville entdeckte die Venus im Besitz eines Türken. Er leitete den Kauf durch die Frankreich ein und so fand die Statue aus Milo den Weg in den Louvre. Zusammen mit der sog. Laokoon Gruppe welche zur Sammlung des Vatikanischen Museums gehört ist die Venus von Milo wohl eines der bekanntesten Stücke der hellenistischen Skulpturkunst.



