Mona Lisa

Eines der bekanntesten Gemälde zieht jährlich die Besuchermassen in den Pariser Louvre. Für viele Urlauber ist die „Mona Lisa" von Leonardo Da Vinci das eigentliche Ziel beim Durchqueren der Museumshallen an der Seine. Dementsprechend drängen sich die schaulustigen Kunstfreunde vor das nur 76,8 cm × 53 cm große Bild, welches von einer dicken Panzerglasscheibe geschützt wird.

Die „Mona Lisa" begeistert seit je her die Menschen. Schon ihr Schöpfer Leonardo Da Vinci war ein echtes Genie seiner Zeit. Der 1452 geborene Italiener war nicht nur Maler sondern nach bisherigen Erkenntnissen auch Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Schriftsteller. Neben der Mona Lisa schuf Leonardo aus dem Ort Vinci in der Toskana (daher auch sein Namenszusatz da Vinci) technische Errungenschaften seiner Zeit und das weltberühmte Wandgemälde „Das Letzte Abendmahl".

Da Vinci brachte die Mona Lisa oder auch Jaconde, wie man sie in Frankreich nennt etwa um 1503 auf eine Unterlage aus Pappelholz. Seit der Französischen Revolution ist die Mona Lisa die Königin des Louvre. Und nicht erst seit hundert Jahren bilden sich Mythen und Rätsel um das Bild und die Frau, die man nicht genau zuordnen kann. Bücher würden geschrieben, absurdeste Theorien aufgestellt und man schreckte auch nicht davor zurück, die Mona Lisa aus ihrem Palast, dem Louvre zu entführen. Aktuell dürften Kunsträuber aber weniger leichtes Spiel haben. Das Gemälde gehört zu den sichersten der Welt.
Bevor er starb verkaufte Da Vinci die Mona Lisa an den König von Frankreich. Im Besitz der Herrscher blieb es dann auch bis zur Revolution. Der letzte Wohnsitz der Mona Lisa war zu dieser Zeit das prunkvolle Versailles. Dann verbrachte man das Meisterwerk in den Louvre. Napoleon Bonaparte ließ sich zwischenzeitlich das Bild sogar in sein Schlafzimmer hängen. Kurios bleibt allerdings der Diebstahl der Mona Lisa 1911 aus dem Louvre. Ein italienischer Anstreicher, der sich zuvor in einem Schrank versteckt hatte nahm das Bild nach Schließung des Museums einfach mit. Im Zuge der Ermittlungen geriet sogar der Künstler Pablo Picasso unter ernsthaften Verdacht, da man bei ihm andere gestohlene Objekte aus dem Louvre fand. Der Diebstahl beherrschte lange die Schlagzeilen der Weltpresse. 1913 war das Bild noch immer nicht aufgetaucht und der Louvre entfernte sogar die Mona Lisa aus dem Katalog. Schließlich tauchte das Bild am Ende des Jahres doch wieder auf. Der Dieb wollte die Mona Lisa angeblich nach Italien heimholen. Später darauf sprachen sich auch Nationalisten dafür aus, dass Da Vincis Portrait der Dame in Italien bleibt. Es fand aber dennoch nach einer Tournee durch den Stiefelstaat den Weg zurück in den Louvre, wo man die Königin des Museums mit allen Ehren empfing. Nach einer sicheren Unterbringung im Zweiten Weltkrieg verließ das Bild nur noch zweimal den Louvre für Tourneen nach Amerika und Asien.

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