Jardin de Tuileries


Bild: © Paris Tourist Office - Photographe : David Lefranc
Der Jardin des Tuileries, zu deutsch Tuileriengarten ist einer der schönsten Stadtparks der Welt. Die prunkvolle Parkanlage bildet einen grünen Puffer zwischen dem mächtigen Louvre und der Place de la Concorde, womit er also auch ein Bestandteil der Axe Histoire ist, welche fast die gesamte Schönheit der Stadtgeschichte auf einer schnurgeraden Achse zwischen Louvre und der Grande Arche im Außenbezirk La Défense verbindet.

Fast schon wie ein ruhiges Idyll wirkt der Jardin de Tuileries, wenn man sich den Lärm der umliegenden Straßen, speziell der angrenzenden Rue de Rivoli und des Seinequais einmal wegdenkt. Gerade im Urlaub findet man aber gerade hier nach langen und erschöpfenden Besichtigungstouren eine gelungene Oase der Erholung. Ein Picknick, eine Partie Boule oder ein gutes Buch sind im Jardin de Tuileries durchaus willkommen. Schließlich wurde die Parkanlage speziell für den Zweck angelegt, die Schönheit zu genießen.

Die prunkvolle Architektur des großen Jahrhunderts wird deutlich, wenn man betrachtet, wie exakt und durchdacht die Begrünung und die Brunnenanlagen im Tuileriengarten positioniert wurden. Bereits 1564 legte man den ersten Tuireliengarten an. Damals war er Teil einer nicht mehr existenten Schlossanlage. Der Architekt André Le Nôtre wurde etwa hundert Jahre darauf beauftragt, die Parkanlagen zu erneuern. Ebenso symetrisch wie die historische Achse verläuft der Jardin de Tuileries in genauer Einheit mit der Place de la Concorde und der Avenue Champs Elysées. Jedes Obejkt ist bewusst in die gesamte Idee eingefasst. Mit der Zeit verfielen jedoch Teile des Tuileriengartens. Erst mit dem Umbau des Louvre, bei dem der alte Palast die Glaspyramide erhielt und schließlich zum größten Museum der Welt angelegt wurde, erhielt auch der Jardin de Tuileries ein neues Gesicht. Die Arbeiten begannen 1991, wobei die Architekten ebenfalls streng auf die Einhaltung der alten Linien hinarbeiteten. Bereits im zweiten Kaiserreich entstanden die Bauten des Musée de l´Orangerie im Süden und des Pavillons Jeu de Paume im Norden, wo man in häufig wechselnden Ausstellungen immer eine interessante Überraschung erlebt. Den Abschluss des Tuileriengartens bildet der große Brunnen zur Place de la Concorde, sowie der Arc du Carrousel am Louvre, welcher oft als „kleiner Bruder" des Arc de Triomphe bezeichnet wird und mit diesem auch auf einer Sichtachse liegt. Aufwendige Begrünung und viele Werke berühmter Künstler runden das Ambiente im Jardin de Tuileries ab.

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