Invalidendom

Bild: Paris Tourist Office - Photographe: Angélique Clément Am südlichen Ufer der Seine ragt die goldene Kuppel des Invalidendoms hervor. Der prunkvolle Bau, auch "Hôtel des Invalides" genannt ist als Denkmal der französischen Armee gedacht und dient als monumentales Grabmal für Napoleon, der so auf ehrvolle Weise den Weg zurück nach Paris, in die Stadt seiner großen Jahre fand.
Errichtet wurde der Invalidendom bereits 1708 im klassizistisch barocken Stil. 1840 ließ man das Gebäude dann zum prachtvollen Grabmal umbauen, in dem noch heute die Gebeine von Napoleon, einem der größten Feldherren Frankreichs liegen. Ein Besuch des Hôtel des Invalides zeigt die Geschichte der französischen Armee und bietet eine anschauliche Lehrstunde anhand vieler Exponate. Auf etwa 10 km² wurde das Gelände als Heim der Kriegsinvaliden schon von König Louis XIV angelegt. Besonders das Leben von Napoleon wird näher beleuchtet. Aus diesem Grund findet man viele persönliche Besitztümer des kleinen „großen" Mannes. Doch auch andere Schlachten der Franzosen bleiben nicht im Verborgenen. Dank Charles de Gaulle, dem alten General und Präsident der Grande Nation zeigt der Invalidendom auch Relikte des Zweiten Weltkrieges.
Der Besuch des eigentlichen Museums und der Grabstätte von Napoleon ist kostenpflichtig. Wer dennoch die heiligen Hallen des Invalidendoms ansteuert, aber kein Eintrittsgeld entrichten möchte, bekommt auch ohne finanzielle Investitionen einiges zu sehen. Nicht nur Waffenexperten und Kriegsgeschichtler werden interessante Entdeckungen machen. Besonders im Sommer glänzt die goldene Kuppel des Invalidendom schon von Weitem und gehört nicht zuletzt aufgrund ihrer prunkvollen Bauweise zu den beliebtesten Fotomotiven von Paris. Nicht grundlos fühlen sich viele Urlauber an den Petersdom in Rom erinnert.
Das Allerheiligste des Invalidendoms ist natürlich das Grabmal von Napoleon. Zwar starb der große Feldherr in der Verbannung auf St. Helena, aber seinem letzten Willen an den Ufern der Seine begraben zu werden kam die Grande Nation dennoch nach. Es sollte allerdings fast 20 Jahre dauern, die zwischen Napoleons Tod und der Beisetzung im Invalidendom liegen. Dazwischen stellten sich langjährige Verhandlungen mit dem Erzfeind England über die Freigabe des Leichnams. Nun ist die Tombé Napoleon, der Sarkophag des Franzosen in der Chapelle Saint-Jérôme im Invalidendom für jeden zugänglich. Neben Napoleon Ruhen auch viele weitere Größen des französischen Militärs im Invalidendom.
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