Die Katakomben


Bild: Paris Tourist Office - Photographe : Henri Garat
Die Katakomben oder einfach Catacombes genannt befinden sich im 14. Arrondissement unweit des Friedhofs von Montparnasse. In den ehemaligen Steinbrüchen von Paris, unterhalb der Stadt liegen mehrere Millionen von Knochen und menschlichen Gebeinen. Gruselig, aber absolut interessant ist eine Tour in die Catacombes, eine der skurrilsten Totenstätten der Welt unter den Straßen von Paris.

Die Katakomben sind am Platz Denfert-Rochereau für Besucher zugänglich. Dort erwartet den erkundungsfreudigen Paris Urlauber eine Welt aus Knochen und engen Gängen. Wer sich diesen Aspekten einer Erkundigungstour gewachsen fühlt sollte es wirklich wagen und in die Pariser Unterwelt hinabsteigen. Anders als die Katakomben in Rom entstanden die Pariser Unterwelten erst im 18. Jahrhundert.  Die schnell wachsende Stadt hatte ein großes Problem. Der Friedhof neben den Markthallen im 1. Arrondissement sollte aufgelöst werden, da sich im Stadtzentrum sonst Krankheiten bilden konnten. So wurden zwischen  1787 und 1860 die Gebeine vom Friedhof der Unschuldigen Kinder und anderen Gräberstätten in Paris in die Katakomben gebracht. Dies geschah meist in der Nacht. Die alten Steinbrüche der Stadt boten ausreichend Platz. Durch das Zollhäuschen, welche früher als Tor zur Hölle bezeichnet wurde stieg man hinab in die Welt der Toten. Etwa 90 Stufen sind es, bis man sich 25 Meter unter Paris befindet. Von dort aus führen Gänge durch ein endlos wirkendes Labyrinth. Wo einst der Kalkstein für die Kirchen und Schlösser der Stadt herkam, lagern heute die Gebeine der Toten. Um die 6 Millionen könnten es sein. Die Knochen sind säuberlich geordnet aufeinandergestapelt.  Manche Gänge werden von Reihen mit Totenköpfen begleitet. Kreative Anordnungen zeigen, dass auch jeder Tod sein Leben hat. Früher zog es häufige Künstler und gut gestellte Leute in die Pariser Unterwelt, um Lesungen oder Konzerten zu lauschen. Heute sind es vor allem Touristen, die aus dem Staunen kaum noch herauskommen.

Wenn man bedenkt, dass heute nur ein kleiner Teil für Besucher geöffnet ist, kann  man sich ungefähr die Ausmaße der Catacombes vorstellen. Großteilig werden die Gänge auch für Leitungen zur Versorgung der Stadt genutzt. Auch die Nationalbank lagert einen Teil der Goldreserven unterhalb der Stadt in den Katakomben von Paris. Wer das berühmte Beinhaus besuchen möchte, sollte sich im Vorfeld gut informieren. Die Katakomben werden oft geschlossen um Den Bestand zu pflegen. Zuletzt gab es eine längere Schließung aufgrund von Vandalismus. Der Reiz der Pariser Unterwelt ist ungebrochen. Besonders jüngere eute feiern gerne in den endlosen Gängen und Hallen unterhalb der Stadt. Ein Besuch der Katakomben ist dabei die sicherste Variante Paris von Unten kennenzulernen und wieder gesund auf die Straßen der Hauptstadt zurückzufinden.

Jetzt problemlos ein günstiges Hotel für den Urlaub in Paris finden. Schnelle Suche unter: Paris Hotels

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Artikel bei Del.icio.us speichernArtikel bei Facebook sendenArtikel bei Folkd speichernArtikel bei Google Bookmarks speichernArtikel bei Icio speichernArtikel bei Linkarena speichernArtikel bei Mister Wong speichernArtikel bei Myspace postenArtikel bei Oneview speichernArtikel bei StudiVZ speichernArtikel bei Webnews speichernArtikel bei Yahoo! speichern