Arc de Triomphe


Bild: Lara / pixelio.de
Der Arc de Triomphe ist nicht nur der Renner auf Postkarten und an den zahlreichen Souvinirständen in Paris. Als touristischer Wallfahrtsort ist der Triumphbogen am Ende der Champs Elysees für Urlauber und Franzosen gleichermaßen Ziel eines jeden Paris Aufenthaltes. Das Nationaldenkmal bietet neben einer kleinen Ausstellung in den oberen Räumen auch einzigartige Blicke vom Dach auf die Straßen von Paris.

Der Arc de Triumphe ist eines der wichtigsten Symbole der französischen Nation. Napoleon ließ das gigantisch Siegestor 1806 zur Erinnerung an die siegreichen Feldzüge errichten. Eigentlich sollte der Arc de Triomphe am Place de la Bastille gebaut werden. Zwar wirkt der heutige Standort am Kopf der Champs Elysees viel lukrativer, allerdings war die heutige Prachtstraße damals nur eine ländliche Allee am Stadtrand. Auch dank dem Triumphbogen bekam der Place Charles de Gaulle seinen heutigen Stellenwert als Fixpunkt für die städtische Aufteilung. Jean Chalgrin entwarf den Kolos, der sich jedoch zuvor noch gegen andere Bauprojekte durchzusetzen hatte (darunter ein riesiger Elefant, die Freiheitsstatue oder Pyramiden). Der Bau des Projektes nahm allerdings viel mehr Zeit in Anspruch als zunächst erwartet. So musste die Fassade zum festlichen Einzug der Kaiserin Marie Louise im Jahr 1810 noch mit einem riesigen Transparent bespannt werden um die Baumaßnahmen zu verbergen. Auch spielten Niederlagen der Armee nicht in das Baukonzept des Siegesdenkmals. Die Abdankung des Kaisers im Jahr 1814 stellte den Bau des Triumphbogens unter keinen guten Stern. Dementsprechend sinnlos wurde die Fertigstellung in der Bevölkerung gesehen. Schließlich musste die Eröffnung des Bauwerks 1836 unter einigen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden, da man Übergriffe befürchtete.  Mit einer Höhe von 50 Metern und einer Breite von 45 Metern ist der Arc de Triumphe der Größte aller Triumphbögen. Die skulpturenartigen Reliefs zeigen Szenen des französischen Freiheitsstrebens. Ebenfalls Teil der Darrstellung am Arc de Triomphe die Freiwilligen von 1792, welche besser unter dem Namen „La Marseilles" bekannt sein dürften. Die inneren Flächen des zieren die Namen verdienter hoher Militärs aus der Kaiserzeit. Im Zentrum des Triumphbogens befindet sich unter einer Grabplatte das Grabmal des unbekannten Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg. Daneben sieht man eine Flamme, die allabendlich neu entzündet wird, als mahnende Erinnerung an den Krieg.

Lohnenswert ist bestimmt auch der Besuch des Museums und der Plattform. Nicht nur bei gutem Wetter erhält man hier tolle Ausblicke. Durch eine Unterführung gelangt man auf die riesige Verkehrsinsel des Arc de Triumphe. Über Treppen und einen Aufzug erreicht man schließlich das Museum im Dachgeschoß des Bauwerks. Hier findet man alles zur Geschichte des Triumphbogens und erhält anhand von Modellen und historischen Bildern einen Eindruck über pompöse, historische Ereignisse, die den Triumphbogen in Szene setzten.

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