RER in Paris
Der RER ist das regionale Expressbahnnetz von Paris. Er verbindet weitere Strecken und bietet damit bequeme Fahrtzeiten in die Vororte oder zu den Flughäfen. Vergleichbar mit den S-Bahnen in deutschen Städten sind die Züge des RER größer und oft auch Schneller als ihre unterirdischen Partnernetze.
Zwar sind die Linienpläne des Reseau Express Regional, kurz RER nicht so dicht wie die der Pariser Métro, dafür liegen ihre Tunnel oftmals tiefer in der Erde und sind auf vielen Strecken erheblich schneller. Mit dem Tagesticket der Verkehrsbetriebe kann man auch oftmals den Service des RER mitbenutzen. Besonders wenn man ein Hotel oder eine Ferienwohnung in einem der Außenbezirke von Paris oder an der Peripherie bewohnt ist der RER eine zeitsparende Alternative zur guten alten Métro. Der Erfolg des RER ließ nach seiner Einführung im Jahr 1962 nicht lange auf sich warten. Der RER A wurde unter anderem zur Entlastung der Métro Linie 1 gebaut. Da er aber schneller und größer war, wurde das Netz des RER bald selbst überlastet, weil die Pariser lieber den RER wählten. Auch heute sind die Expressbahnen noch das begehrteste Transportmittel der Berufspendler. Heute führt die Métro Linie 1 als Entlastung des RER parallel bis nach La Défense. Zu den Stoßzeiten sind allerdings beide Transportwege recht überfüllt.
Insgesamt gibt es mittlerweile fünf RER Linien. Sie führen die Bezeichnungen A, B, C, D und E. So sind die Trassen des RER auch besser von denen der Métro zu unterscheiden, welche numerisch angeordnet sind.
Linie A teilt sich ebenfalls in fünf Endstationen auf. Daraus folgen die Bezeichnungen A1 (Saint-Germain-en-Laye), A2 (Boissy-Saint-Léger), A3 (Cergy-Le Haut), A4 (Marne la Vallée-Chessy/Disneyland) und A5 (Poissy) welche die unterschiedliechen Strecken der Linie A und ihre Endstationen beschreiben.
Linie B wird sehr häufig von Fluggästen des Flughafens Charles de Gaulle genutzt. Sie fährt die Endstationen Mitry-Claye und den Flughafen im Norden an und zudem Saint-Rémy-lès-Chevreuse und Robinson im Süden.
Linie C bietet gleich acht Endstationen, welche sich wie folgt aufteilen: C1 (Pontoise), C2 (Massy-Palaiseau), C3 (Montigny-Beauchamp), C4 (Dourdan-La-Forêt), C5 (Versailles-Rive-Gauche), C6 (Saint-Martin-d'Etampes), C7 (Saint-Quentin-en-Yvelines) und C8 (Versailles-Chantiers).
Linie D verbindet D1 (Orry-la-Ville-Coye) und D3 (Creil) mit D2 (Melun) und D4 (Malesherbes ) von Norden nach Süden.
Komplettiert wird der RER durch Linie E, welche die Verbindungen zwischen
Haussmann - Saint-Lazare und den Stationen Chelles-Gournay als E 2 und der E4 Tournan schafft.
Um die RER nicht mit der Métro zu verwechseln, sollte man die Fahrpläne und die Streckenverläufe genau betrachten. An sehr vielen Stationen überschneiden sich die beiden Verkehrsmittel und man muss sich erst orientieren, ehe man den richtigen Einstieg findet.



