Bordelle in Paris

Auch die Freudenhäuser in Paris prägten und prägen die Geschichte der Stadt der Liebe. Dabei hat die käufliche Liebe an der Seine eine lange Tradition und beinhaltet auch die altehrwürdigen und historischen Bordelle, die längst zu den bekannten Sehenswürdigkeiten zählen. Im Leben und in den Werken zahlreicher Künstler nahmen zudem die Pariser Prostituierten oftmals eine Sonderstellung ein.

Derjenige, der den Kurztrip nach Paris schon seiner Absichten wegen als Quickie bezeichnet, sollte sich bei der nächsten ärztlichen Untersuchung nicht wundern, wenn er selbst vom Arzt als Tripper bezeichnet wird. Die Fülle der Freudenhäuser in Paris sprengt oft den Rahmen des Überschaubaren und nicht selten gelangt der liebestolle Tourist daher in einen Sumpf des Verbrechens und der organisierten Kriminalität. Nicht ohne Grund ist auch eines der bekanntesten Verhütungsmittel der Welt nach der Stadt der Liebe benannt. Doch allein dieser Schutz reicht in der heutigen Pariser Vergnügungswelt nicht mehr aus. Man sollte schon im Vorfeld wissen, welches Etablissement man im Urlaub in Paris aufsucht und welches man lieber links liegen lässt. Auch die alte Legende von den schönsten Prostituierten der Welt ist in Paris wohl nur noch eine Legende. Zwar konnte die Redaktion von paris-fan.de bei ihren Forschungsreisen in den Vergnügungsvierteln von Paris nicht tiefer in die Materie eintauchen und somit auch wenig Informationen zu diesem Thema sammeln, dennoch haben Bordellbesuche zur heutigen Zeit nur noch recht wenig mit der Geschichte vom Seemann und der Dirne gemein. Die Zeiten, in denen der Maler Toulouse Lautrec Meisterwerke der hohen Mietmädchen von Paris anfertigte sind längst zu Postkartenmotiven gewachsen und wohl schon lange ein Teil der Geschichte von Paris.

In der Rue de Provence unter der Hausnummer 122 findet sich eines der berühmtesten Freudenhäuser in Paris. Das One Two Two trägt seinen Namen ebenfalls aufgrund dieser Adresse. Die englische Bezeichnung ist auf den starken Besuch von Freiern aus dem Königreich zurückzuführen, die in der Zeit zwischen den Weltkriegen die Vorzüge der Pariser Damen genossen. Heute stehen liebestolle Stundenhotelgäste allerdings vor verschlossenen Türen (zumindest für den Durchgangsverkehr). Seit 1946 müssen Freier an der Seine auf die altehrwürdigen Gemächer, zu denen nicht nur das One Two Two zählte verzichten. Diese Häuser wichen einer Verordnung, die ironischer Weise von einer ehemaligen Prostituierten erlassen wurde, die mittlerweile in der Gesellschaft aufgestiegen war.

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