Mit dem Auto nach Paris

Bild: Paris Tourist Office - Photographe : Amélie Dupont Wer mit dem Auto nach Paris reist hat dafür meist auch einen guten Grund. Ob man nun auf der Durchreise ist oder die gesamte Familie und den Hund im Gepäck hat spielt dabei keine Rolle. Jeder kennt die Klischees der französischen Autofahrer und auch die angeblichen Horrorgeschichten des Verkehrs in Paris. Gut vorbereiten ist die Anreise mit dem Auto aber weniger schlimm als man vermutet.
Aus Deutschland gelangt der Autofahrer meist von Norden über die A4 nach Paris. Auf französischen Autobahnen muss man an verschiedenen Streckenpunkten eine Maut entrichten, ebenso bei Auf- und Abfahrten der Autobahnen. Es gibt auch keine Möglichkeiten dem zu entgehen, es sei denn, man benutzt die Schnellstraßen oder Landstraßen, wenn man die nötige Zeit und Muße besitzt. Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn ist 130 km/h. Diese sollte man auch möglichst einhalten. Verkehrsverstöße aus Frankreich werden im Rahmen der EU nach Deutschland weiterverfolgt. Innerorts gilt in Frankreich ebenso ein Tempo 50 Limit wenn nichts anderes ausgeschildert ist.
Bis in die Äußeren Bereiche von Paris dürfte man über das gut ausgebaute Autobahnnetz problemlos vordringen. Je nach Anreisezeit kann man dann schon den ein oder anderen Stau in Kauf nehmen. Besonders auf der berüchtigten Peripherique, der Stadtautobahn von Paris gerät man meist in zähfließenden Verkehr oder gelangt komplett zum Stillstand. Die Peripherique verläuft einmal komplett um die Stadt. Am Rand dieser Route befinden sich viele Hotelketten, die besonders Autofahrern entgegenkommen. In Hotelketten der Ibis gruppe oder ähnlichen Anbietern sogenannter Motels finden sich häufig sichere Parkplätze in Tiefgaragen oder auf Hotelparkplätzen. Innerstädtisch muss man oft stundenlanges Parkplatzsuchen in Kauf nehmen. Ebenso ist man den wild einparkenden Franzosen ausgeliefert und wird Kratzer an der Stoßstange in Kauf nehmen müssen. Bis zur Peripherique und nicht weiter ist daher die Empfehlung von paris-fan.de.
Wer dennoch die Tiefen der französischen Hauptstadt mit dem Auto erkunden möchte, sollte eine gute Übersicht, viel Toleranz und den gehörigen Mut haben. Spätestens ab der Peripherique bewahrheiten sich alle Klischees der Autofahrer in Paris. Ab hier hilft es auch sehr wenig, das komplette Auto mit Watte und Schaumstoff zu umkleiden. Morgens bis 10h und am Abend ab etwa 17h kommt es während der Pariser Rushhour zu kriegsähnlichen Szenen. Diese Zeiten sollte man generell meiden. Geht es noch so höflich zu, auf den Boulevards und in der Metro, so wird man spätestens im Straßenverkehr in Paris mit der Realität konfrontiert. Rechts vor Links ist eine Art nationales Geburtsrecht, für welches der Franzose mit dem gleichen Eifer seiner Väter wie bei der Revolution zu kämpfen gedenkt. Auch beim einfahren in die meist mehrspurigen Kreisverkehre sollte man mutig sein und nicht durch zu häufiges Nachdenken den Verkehrsfluss der Stadt behindern.
Ist man dann allen Erwartungen zum Trotz doch am Zielort mitten in der Stadt gelangt und steht sogar im Begriff in eine Parklücke zu fahren, sollte man sich der empfindlichen Strafen für falsches Parken bewusst sein. Eine Parkkralle ist nur durch eine hohe Zahlung wieder vom Fahrzeug zu entfernen. Parkhäuser sollten daher bevorzugt angefahren werden. Diese sind in der Regel dann auch nicht ganz billig. 15 bis 20 Euro pro Tag sind keine Seltenheit.



